Dies ist eine kompakte Übersicht zu GHK-Cu — geschrieben für Leser, die mehr als einen Absatz, aber kein Lehrbuch wollen.
Zuletzt geprüft am 2026-04-15. Wo eine Aussage auf einer konkreten Studie beruht, wird die Studie beschrieben und nicht überinterpretiert.
Chlor, Ozon und andere geschmacks- und geruchsstörende Stoffe sowie Bakterien aus Wasser, Süßungsmitteln, Glycerin und chemischen Flüssigkeiten farbgebende Stoffe und Störstoffe aus flüssigen Strömen in der chemischen- oder Nahrungsmittelindustrie Giftstoffe aus der Luft (Filter bei Atemschutzmasken, Belüftungsanlagen von Panzern und Schutzräumen, Abluft bei Produktionsanlagen) Entstickung von Rauchgasen aus Glasschmelzöfen, Abfallverbrennungsanlagen und sonstigen Abgasen Uranhexafluorid aus der Luft in der Kerntechnik (Brennstoffherstellung) Benzindämpfe aus der Abluft von Tankanlagen Chlorkohlenwasserstoffe aus Abluft und Abgasen z. B. bei chemischen Reinigungen Teer aus dem Zigarettenrauch in Zigarettenfiltern unerwünschte Aromastoffe aus Wodka und anderen Spirituosen unerwünschte Farbstoffe aus weißem Rum und anderen Spirituosen Schweißgeruch in Schuhen (durch aktivkohlehaltige Einlagen) Gärungsnebenprodukte wie Fuselöle und Ester aus Bier Schadstoffe in Aquarien- und Teichfiltern störende Gerüche aus der Abluft von Raumlüftungen Narkosegase aus der ausgeatmeten Luft sedierter Patienten Feinstaub, Pollen und Gerüche in der Zuluft von Fahrzeugen (siehe Kabinenluftfilter) Verfärbungen von Zähnen Die Trinkwasseraufbereitung bedient sich der Adsorption an Aktivkohle zur Reinigung von Rohwasser. Dabei werden Geruchs- und Geschmackstoffe und ebenso Spurenstoffe wie Pestizide, aus dem Wasser großteils beseitigt. In der Abwasserreinigung werden Aktivkohlen verwendet, um adsorbierbare, gelöste Abwasserinhaltstoffe (z. B.
Quellen: de.wikipedia.org
Spurenstoffe) in der so genannten Vierten Reinigungsstufe aus dem Wasser zu adsorbieren. Bei Verwendung pulverförmiger Aktivkohle mit besonders hoher spezifischer Adsorptionsoberfläche wird die beladene Kohle über den Klärschlamm wieder ausgetragen und in der Regel thermisch mit entsorgt. Jedoch ist für die in der Wasserphase verbleibende Feinfraktion eine zusätzliche Filtrationsstufe notwendig. Bei granulierter Aktivkohle ist diese Stufe nicht nötig. Zudem kann die gröbere Kohle thermisch reaktiviert werden. Durch die Novellierung der kommunalen Abwasserrichtlinie 91/271/EWG von 1991 im November 2024 wird die Aktivkohlefiltration, sowie die Behandlung mit Ozon, zunehmend bei Kläranlagen ab einer bestimmten Größenordnung installiert werden. Die Kohle kann auch zur Reinigung von Teilströmen in der Industrie eingesetzt werden, wobei das Ziel verfolgt werden kann, Reststoffe zurückzugewinnen. Abwässer aus Textilfärbereien enthalten Farbstoffe, die häufig nur durch Adsorption mit Aktivkohle entfernt werden können. Dies kann wirtschaftlich mit biologisch regenerierter Aktivkohle durchgeführt werden. Eine weitere bedeutende Anwendung für Aktivkohle liegt in den Kabinenluftfiltern für die Automobilindustrie. Seit Mitte der 1990er Jahre wird diese Filterklasse in Klimaanlagen eingesetzt. Die sogenannten Kombifilter (das ist eine spezifische Kabinenluftfilterklasse) beinhalten eine Schicht Aktivkohle, welche schädliche Gase aus der Luft herausfiltriert und somit die Passagiere vor diesen Schadstoffen schützt.
Quellen: de.wikipedia.org
Für diese Anwendung werden jährlich weltweit mehr als 5000 Tonnen Aktivkohle verarbeitet. Mit Aktivkohle ausgestattete Luftfilter werden auch in Krankenhäusern für die Anästhesie eingesetzt. Die in den Filtern enthaltende Aktivkohle bindet die ausgeatmeten volatilen Anästhetika und schützt damit Patienten, OP-Team und Umwelt. Die aufgefangenen Narkosegase können aufbereitet und erneut für die Narkose verwendet werden. Dadurch können Krankenhäuser einen Teil ihrer Emissionen einsparen – laut Bundesärztekammer ein wichtiges Handlungsfeld für die Klimaneutralität im Gesundheitswesen. In den Abluftstrecken von Kernkraftwerken werden Aktivkohlefilter als Verzögerungsstrecken für kurzlebige radioaktive Edelgase verwendet. Die Edelgase durchlaufen – bedingt durch temporäre Adsorption – die Filterstrecken deutlich langsamer als der Rest der Abluft. Durch den radioaktiven Zerfall wird dabei die Menge der radioaktiven Edelgase in der Abluft erheblich vermindert. Durch ihre hohe Adsorptionskapazität lässt sich Aktivkohle auch in Sorptionspumpen zur Erzeugung von Vakua verwenden. Aktivkohle weist nur eine eingeschränkte Beladbarkeit auf. Eine Regeneration erfolgt meist durch Erhitzen auf mehrere hundert Grad Celsius. Dabei verdampft zum einen ein Teil der Beladung (z. B. organische Lösemittel), ein anderer Teil kann auch verkoken, dann muss die Aktivkohle wie bei der Herstellung wieder mit Wasserdampf reaktiviert werden.
Quellen: de.wikipedia.org
Gesättigte Aktivkohle kann mittels eines thermischen Prozesses bei hohen Temperaturen (bis zu 900 °C) zum Beispiel in Drehrohröfen oder Mehretagenöfen reaktiviert werden. Bedingt durch moderne und intensive Rauchgasreinigung kann gesättigte Aktivkohle aus unterschiedlichsten Anwendungen recycelt werden. Der komplette Reaktivierungsprozess besteht aus folgenden Schritten:
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